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Über das Event.

Live & Stream Karl Ratzer: guitar, vocals Peter Herbert: bass Howard Curtis: drums Yta Moreno: guitar, vocals Andreas Werth: organ Fred Mascavo, Ricardo Matheus: percussion Extracello Edda Breit, Melissa Coleman, Margarethe Herbert, Gudula Urban: cello Seit 2010 sorgt Sir Karl Ratzer für den musikalischen Jahreswechsel und Start ins neue Jahr. So soll es natürlich auch 2026/2027 sein. Und er startet nicht irgendwie, sondern gleich mit drei unterschiedlichen Formationen. Eröffnet wird im Trio, fortgesetzt mit Extracello und finalisiert mit seinem Septeto Brazil. Vielsaitiger kann man das Jahr weder beenden noch beginnen! Happy New Ears! CH So ein Silvester- bzw. Neujahrsabend: Da lehnt sich Karl Ratzer so richtig entspannt zurück und lässt die ergreifendsten, tiefsinnigsten Tonbouquets mit Herzblut von den Saiten tropfen. Das bekommt derart Gewicht weil seine Partner mit einem unfassbaren Entschleunigungs- und Quintessenzvermögen Ratzers „Musicmagic“ zusätzlich mit Beseeltheit zu füttern wissen. Der Sir hat diesmal eine erhebliche Anzahl von Stücken, die in dieser Konstellation selten bis gar nicht zu hören waren, in ein signifikant lyrisches Programm genommen. Von Kollegen die große Balladenkomponisten/-interpreten waren/sind. Beispielweise Claude Bolling, Bobby Hutcherson, Hank Mobley. Speziell die Rogers/Hart-Komposition „With A Song In My Heart“, die ihm, so Ratzer, von Fritz Pauer so eindringlich nahe gebracht wurde, erfährt eine sondergleiche, inbrünstige Ausleuchtung. Was für dieses Stück gilt, ist auch auf die anderen umzulegen: wie zunächst der harmonisch/melodischen Bauplan und die Stimmführungsvorgaben in eigenen „Grund- und Aufrissen“, funktionsbestimmt wie improvisatorisch, mit weiteren klanglichen Wirkungen umgedeutet werden. Auch rhythmisch werden ständig Zwischenbereiche gesucht, frisch vermessen und die Spannkraft und Intensität des Multi-Beat neu konfiguriert. Narratives mit großem Herz verkündet – unsentimental, klar konturiert, wahrhaftig besiegelt. Von Routine-Unlust angetrieben. Besessen von der Gier, das Leben weiterhin berauschend zu erfahren. Als Digestif kredenzt das Quartett eine schalkhafte, biedere Operettenseeligkeit vergessen machende Version von Franz Lehars Komposition „Dein ist mein ganzes Herz“. Welch wunderbare Analogie, denn Ratzer und seiner „Hochglanztruppe“ fliegen die Herzen wirklich zu. (Hannes Schweiger)

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Porgy & Bess - Jazz & Music Club
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Riemergasse 11, 1010 Wien

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