
Herbert Boeckl - Hans Josephsohn
Ueber das Event
Die seit der italienischen Renaissance vermehrt gestellte Frage nach der Hierarchie der Künste, die unter anderem den Wettstreit zwischen Malerei und Bildhauerei befeuerte, fand mit dem Beginn der Moderne ihr Ende. In dieser Ausstellung, in der das Werk eines Bildhauers auf jenes eines Malers trifft, geht es nicht um einen kunsttheoretischen Wiederbelebungsversuch dieses Wettstreits der Künste, sondern um einen Dialog zweier Künstlerpersönlichkeiten, die trotz aller Verschiedenheiten in Bezug auf historische, räumliche und kulturelle Konstruktionen überraschende Analogien in formalästhetischer wie werkphänomenologischer Hinsicht aufweisen. Diese Gegenüberstellung von Herbert Boeckl (1894–1966) und Hans Josephsohn (1920–2012), die sich in ihren Leben nie begegnet sind, verdeutlicht dennoch fundamentale Parallelen in deren Auffassung von Körperlichkeit, Materialität und dem Prozess der Formfindung.
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im Leopold Museum
