
Els van Houtert: Necessarium
Ueber das Event
Projektraum Du und ich teilen eine intime Verbundenheit: Wir singen miteinander und spiegeln einander. Du nimmst die Flüssigkeiten auf, die ich freisetze, und meine Hände gleiten über deine kalten, glatten Oberflächen. In dir glaube ich, mich selbst zu sehen. Was ich dir zeige, ist das, was ich zu enthüllen wage. Ich präsentiere dir meine Zukunft, meine Vergangenheit, meine Queen. Du entwirrst mir sanft das Haar. Was siehst du? Necessarium untersucht die kleinen Rituale und Routinen, die wir so oft wiederholen, dass sie den Alltag leise strukturieren, während sie nahezu unsichtbar bleiben. Durch Wiederholung entwickeln wir intime Beziehungen zu vertrauten Objekten und Räumen. Was unscheinbar wirkt, spiegelt Erinnerungen, Fantasien und Realitäten wider und eröffnet existenzielle Räume für Fragen nach Identität, Begehren und Selbstbild, die wir im Stillen aushandeln: Wer wollen wir sein? Was sind wir bereit preiszugeben und – vielleicht noch wesentlicher – was wollen wir verbergen? Die Solo-Performance verwandelt das Badezimmer – vermutlich einer der privatesten Räume – in einen Ort des Rituals und der Transformation. Es scheint einer der wenigen Orte zu sein, an denen Intimität ohne Zeug:innen oder Erwartungen entstehen kann. Els van Houtert bringt dieses zutiefst persönliche Thema auf die Bühne, indem sie Intimität in der Anwesenheit anderer erforscht. Dabei untersucht sie, wie wir durch Dynamiken des Zeigens und Verbergens geprägt werden. Innerhalb dieses Spannungsfelds fragt sie: Wie verhalten wir uns, wenn niemand zuschaut? Was weiß das Badezimmer, das der Rest der Welt nicht weiß? Zeiten laut Veranstalter: Do 12.11. und Fr 13.11.2026 | 19.00 Uhr
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