
Barry Guy's Blue Shroud Band (GB/GR/ESP/IR/CH/F/N/D/S)
Datum & Zeit
Eintritt
TICKETS: Sitzplatz € 35,00 (Members: € 10,00) Pay as you wish (Stream) (Zuletzt aktualisiert: )
Ueber das Event
Live & Stream Barry Guy: bass, director Savina Yannatou: voice Jordina Milla: piano Ben Dwyer: guitar Percy Pursglove: trumpet Maya Homburger: violin Fanny Paccoud: viola Marc Unternährer: tuba Torben Snekkestad: soprano, tenor saxophone Michael Niesemann: alto saxophone, oboe, oboe d’amore Per Texas Johansson: tenor saxophone, clarinet Julius Gabriel: bariton, soprano saxophone Lucas Niggli: percussion Ramon Lopez: percussion Nach seinen großartigen Kompositionen für das London Jazz Composers Orchestra und das Barry Guy New Orchestra hat Barry Guy ein groß angelegtes Werk für ein neues internationales Ensemble geschrieben. Guys Werk „The Blue Shroud“ ist eine Hommage an das Gemälde „Guernica“ von Pablo Picasso. Es ist den Menschen der baskischen Stadt gewidmet, die während des Spanischen Bürgerkriegs Opfer der Bombardierungen durch die deutsche Luftwaffe wurden. Guy möchte uns auch an das Ereignis im Jahr 2003 erinnern, als der Guernica-Wandteppich im UN-Sicherheitsrat von einem blauen Tuch verdeckt wurde, während Colin Powell für die Invasion des Irak argumentierte. Die Kraft der Kunst gegen die Macht des Militärs, der Regierung und der Medien. (Pressetext) Der britische Komponist und Kontrabassist Barry Guy legt mit seiner 14-köpfigen Blue Shroud Band ein neues Opus magnum vor: eine 73-minütige Suite in sieben Sätzen, die die lebenslange Beschäftigung des Künstlers mit Samuel Beckett reflektiert. In Umfang und Anspruch ist sie verwandt mit «The Blue Shroud» (2016), Guys Auseinandersetzung mit Picassos «Guernica», die dem Ensemble den Namen gegeben hat. Wiederum zeigt sich die enorme Komplexität und Bandbreite von Barry Guys Schaffen: Seine neue Komposition verbindet Jazz, barocke und klassische Musik mit Verfahren der Avantgarde und freier Improvisation. Das Ganze ist jedoch kein eklektischer Zitat- und Anspielungssalat, sondern ein Werk aus einem Guss, in dem Freiheit und Form in einem fruchtbaren Spannungsverhältnis stehen. Barry Guy dirigiert das in einem Halbkreis angeordnete Orchester vom Bass aus. Er ist das Zentrum des Kraftfelds, exekutiert jedoch nicht nur, was in seiner Partitur steht, sondern lässt auch spontane Interaktion zu. Den Nukleus des Werks bildet Becketts spätes Gedicht «What Is The Word», eine Reflexion über das Vergehen und Stillstehen der Zeit. Das Ensemble hat «All This This Here» 2021 am Jazzfestival in Krakau aufgeführt; die nun vorliegende Studio-Aufnahme wurde in Porto eingespielt. Neben Barry Guy und seiner Lebenspartnerin Maya Homburger an der Violine wirken unter anderen die griechische Sängerin Savina Yannatou, der spanische Pianist Agustí Fernández und der irische Gitarrist Ben Dwyer mit. Zur Bläsersektion zählen Musiker aus Deutschland, Grossbritannien, Skandinavien und der Schweiz, für die vielschichtigen Rhythmen sind der spanische Perkussionist Ramón López und sein Schweizer Kollege Lucas Niggli zuständig. Barry Guys Musik verlangt vom Hörer einiges, gibt ihm auch viel zurück. Sie richtet sich nicht an Leute, die bloss unterhalten werden wollen, sondern an ein aufmerksames, neugieriges und unerschrockenes Publikum. Das vorzügliche Begleitheft von Jonathan C. Creasy trägt viel zum Verständnis des Werks bei. (Manfred Papst, Jazzpodium) Mit freundlicher Unterstützung von PRO HELVETIA
Weitere Events
im Porgy & Bess - Jazz & Music Club



















